Samstag morgen im Autoradio hörte ich vom Schiffsunglück vor Italien. Schlimm. Die Bilder vom gekippten Schiff treiben mir die Tränen in die Augen. Gleichzeitig bin ich froh, dass das so nah an der Küste passiert ist. Ein Glücksfall für alle. Die Kehrseite ist, dass es nicht passiert wäre, wenn sie weiter entfernt gewesen wären. Manch eine Aussage trifft auf Unverständnis meinerseits. Wie zum Beispiel, dass die ganze Sache so chaotisch ablief. Ich kann dem Personal nicht absprechen, menschlich zu sein und Panik zu kriegen. Nur passt das alles nicht mit dem zusammen, was ich in diversen Dokus über Kreuzfahrtschiffe gesehen habe: dass der Ernstfall dort geprobt wurde, dass auch die Passagiere in diese Proben mit einbezogen wurden. Aber so eine Probe, die mit einem Alarmsignal beginnt, ist halt immer was anderes als wenn es rummst und das Schiff sich neigt.
Auf mein Unverständnis stoßen auch Sätze wie dieser: Außenminister Guido Westerwelle schloss am Sonntag nicht aus, dass es noch deutsche Opfer geben könnte: Er hoffe, dass “wir keine weiteren schlimmen Nachrichten als Deutsche hören müssen” Quelle SpOn
Ich finde es für jeden einzelnen schlimm, der nicht mit gänzlich heiler Haut auf dem Festland angekommen ist, ich finde schlimm, dass es Tote gibt und dass einige Menschen noch immer in dem Wrack eingeschlossen sind. Ganz gleich woher sie kommen. Ich denke, solche Sätze zielen darauf ab, Angehörige zu informieren, zu beruhigen, was auch immer. Aber es klingt so ein bisschen komisch für mich.
……
Nun zu einem spaßigen Thema: eine Freundin teilte mir diesen Link mit und den möchte ich unbedingt mit euch teilen:
http://chantalismus.tumblr.com/
schauts euch an!


Ich finde das auch immer schlimm, asl waere die eigene Nationalitaet wichtiger als die anderen die genauso leiden muessen. Schlimme Sache.
Von: photography by anika alonzo am 15. Januar 2012
um 21:42
Zu dem Unglück braucht man, denke ich, nicht mehr viel zu sagen, das betrifft alle (beteiligten) Nationen, Hautfarben, Konfessionen etc. gleichermassen. Leider vergessen dies die meisten Politiker (m/w) immer wieder (es macht sich lediglich doch sooo gut, Mitgefühl – oder das, was man dafür hält – beim Kondolieren zu zeigen).
Was den Link betrifft: das trifft’s voll ins Schwarze. Ich denke jedoch, dass die Klage gegen die “Namensgeber” eher ausbleibt, denn glücklicherweise vergisst “das Leben” meist diese Fehltritte. Schlimm ist’s nur, wenn man wieder mal einen Pass/PA o.ä. braucht ..
Von: Hajo am 16. Januar 2012
um 09:47
Hajo, ich wäre mir nicht sicher, ob da nicht doch mal jemand klagt.
“Talula does the Hula from Hawaii” hats ja auch getan http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,567823,00.html
Von: Blogolade am 16. Januar 2012
um 12:09
Number 16 Bus Shelter – ich falle vom Glauben ab! Da sind ja diese Kinder hier fast noch gut bedient: http://chantalismus.tumblr.com/
Von: leocat am 16. Januar 2012
um 14:07
Als vor Charm-el-Cheïk ein Flugzeug abstürzte, titelte TF1: Flugzeugabsturz, sechs Franzosen tot.
Ist Jermaine-Joel eigentlich ein Junge oder ein Mädchen? Beide Namen sind hier in älteren Generationen nicht ungewöhnlich (Germaine allerdings mit G), aber Joel ist ein Männername (Mädchenform: Joëlle), Germaine nicht (das wäre Germain).
Von: Wolfram am 16. Januar 2012
um 14:40
na ja, Blogolade, sofern man nicht Aaron Mortimer, Klara Malvine oder Fiona Gwendoline oder gleichwertig (
) genannt wurde ..
Ich frag mich, warum die Standesämter in einigen Punkten so pingelig sind, schliesslich gilt doch auch in unserer gelobten Republik “Wat den een sien Uhl, is den annern sien Nachtigal.” Nur bei solchen Konstellationen bleiben sie untätig (aber: was sollen sie auch machen?).
Nur was das “normale/reale Leben” betrifft: wie ich schon schrieb, erledigt sich das Ganze in der “Praxis”, oder hast Du schon mal gehört, dass im Kindergarten ein Kind das andere mit diesem “Monsternamen” anspricht?
Von: Hajo am 16. Januar 2012
um 19:08
Bindestriche sind ja eigentlich dafür da, dass der Name zusammen gesprochen wird (siehe Ann-Kathrin). Ich bin allerdings der Meinung, dass da ein heftiger Mißbrauch des Bindestrichs vorliegt.
Hast du den Pirschelbär gesehen? http://chantalismus.tumblr.com/post/15771870094/keine-autokennzeichen-aber-auch-ganz-nett
Hier gibts auch ein Kind mit ausgefallenem Namen (kommt wohl aus dem französischen, ist dort aber auch nicht sehr häufig) und die wird genau so ausgesprochen. In voller Länge.
Richtig Leid tut mir “Edward Cullen” in den werden schon bei seiner Geburt große Erwartungen gesetzt: nicht altern dürfen, glitzern in der Sonne und Wehe das Kind kriegt mal Akne. Geht gar nicht.
Bei “Tyler Werner” hoffe ich einfach nur ganz feste, dass Werner der Nachname ist. Solls ja geben. Ich fürchte allerdings, es ist eine Mischung aus Wunschname + Name des geliebtenverstorbenenerbonkels oder so.
Von: Blogolade am 16. Januar 2012
um 19:32
besonders gut gefällt mir “Horst Kevin”
das ist Tradition gemischt mit Modernem
.. hoffentlich bleibt er nicht all zu oft allein im Horst ..
Von: Hajo am 17. Januar 2012
um 09:39