Über die BOB-Awards bin ich über Jules Blog gestolpert. Jule Stinkesocke nennt sie sich und sie ist Querschnittgelähmt. Querschnitt-, nicht querschnittsgelähmt, wie ich bisher immer dachte, dass es heißt. Sie hat einen wunderbaren Schreibstil und vor allem habe ich, als ich in den letzten Tagen ihr Archiv von hinten aufrollte, wirklich viel gelernt. Schon alleine deswegen finde ich ihr Blog wirklich super! Von mir gibts eine klare Leseempfehlung an alle die, die das Blog von Jule Stinkesocke noch nicht kennen.
Das bringt mich auch zu dem, was ich schon länger schreiben wollte.
Vor ein paar Wochen waren wir im Krankenhaus wegen eines kleinen Eingriffs beim Söhnchen. Das passierte unter Vollnarkose und darum gabs eine Nacht auf Station inklusive. Im Zuge dessen habe ich diverse Krankenhaustoiletten kennen gelernt, sowohl für Besucher als auch für Patienten. Überall fiel mir auf, dass es keine Notrufbändel gab. Nur den Schalter in Türnähe aber nix für die, die gestürzt sind und vielleicht nicht aus eigenem Antrieb wieder hoch kommen.
Bei Söhnchens Geburt habe ich selbst erfahren, wie sinnvoll so eine Notrufstrippe in Bodennähe ist sonst wäre er wohl in einem vollgekachelten Raum auf die Welt gekommen. Wie wichtig so ein Bändel ist, las ich eben bei Jule Stinkesocke und damit erinnerte sie mich daran, dass ich dazu noch was schreiben wollte. Auch dem Krankenhaus, in der Hoffnung, dass sie die hochgebundenen Bändel mal runterlassen. Nicht dass noch jemand auf einer Toilette stirbt weil er vergeblich um Hilfe ruft und niemand merkt ist. Ist ja alles schon vorgekommen.


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